Auf Visite mit dem Pflanzendoktor

Der Rhododendron macht schlapp, auf der Kiefer krabbeln Käfer und die Thuja-Hecke bekommt kahle Stellen – ein Fall für Pflanzendoktor Jenne Packwitz.
 

„Wo tut’s denn weh“? lautet in der Regel die Eingangsfrage bei der Visite, wenn unsereiner zum Arzt geht. Dann folgt nicht selten die Aufforderung: „Tief einatmen - ausatmen, Zunge rausstrecken und einmal laut „Ah“ sagen“. Schließlich werden wir aufgefordert, unsere Wehwehchen zu schildern.

Das alles geht bei Pflanzen nicht. Da ist man darauf angewiesen, nur vom Symptom auf die Beschwerden zu schließen. Bedeuten die gelben Blätter Trockenschäden, oder wurde zu viel gegossen? Ist die Ursache für die braune Stelle in der Thuja-Hecke Pilzbefall, oder ein Ozonschaden? 
Für die Diagnose braucht man Beobachtungsgabe und Fachwissen. Beides bringen Pflanzendoktoren - so wie Jenne Packwitz. Eine gehörige Dosis Einfühlungsvermögen sollte auch nicht fehlen, erzählt er, denn Pflanzendoktoren müssen sich nicht nur um kränkelnde Pflanzen, sondern auch um besorgte Garten- bzw. Pflanzenbesitzer kümmern.

Jenne Packwitz bringt alles mit, was so ein Pflanzendoktor braucht. Der baumlange Mann strahlt nicht nur Ruhe und Besonnenheit aus, er hat auch das nötige Fachwissen. Nach seiner Ausbildung zum Zierpflanzengärtner hat er Geoökologie mit Schwerpunkt Pflanzenschutz studiert. Seit Jahren arbeitet er in dem Pflanzencenter „Der Holländer“ in Berlin. Das Pflanzencenter mit zwei Standorten, am Olympiastadion und in Treptow, wurde tatsächlich von einem Holländer gegründet.

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